Till Löffler

Till Löffler studierte am «Mozarteum» in Salzburg Dirigieren (Prof. Michael Gielen); Schlagwerk (Prof. Dr. Peter Sadlo); Klavier (Prof. Klaus Kaufmann); Theorie und Aufführungspraxis «Alte Musik» (Prof. Nikolaus Harnoncourt). Als Dirigent und Schlagzeuger Zusammenarbeit u. a. mit den KomponistInnen Isang Yun, Sophia Gubaidulina, Adriana Hölszky, Mauricio Kagel, Luciano Berio. Von 1994 bis 2005 Dauergast am Staatstheater Stuttgart als musikalischer Leiter, Komponist und Regisseur. Tätig als musikalischer Leiter und/oder Komponist u. a. bei: Münchner Kammerspiele, Thalia-Theater Hamburg, Volksbühne Berlin, Theater an der Josefstadt Wien, Theater Neumarkt Zürich, Theater Basel, Schauspielhaus Zürich. Zusammenarbeit u. a. mit den RegisseurInnen: Christoph Marthaler, Wilfried Minks, Christof Loy, Stefan Bachmann. Eigene Regiearbeiten u. a.: Staatstheater Stuttgart, Schauspielhaus Graz, Staatstheater Mainz. Seit 2009 Dozent an der Zürcher Hochschule der Künste im Departement Musik und im Departement Darstellende Künste und Film.

Till Löffler war der musikalischer Leiter für «Beatles for Sale» und ist selbiges bei «Falling in Love», wo er auch Klavier und Gitarre spielt.

In welchem Augenblick war es Ihnen definitiv klar, dass Sie ans Theater gehen?
Das ist wohl eines dieser unergründlichen Theatergeheimnisse. Ich habe erst bemerkt, dass ich dort hingehe, als ich schon lange dort war.

Was schätzen Sie am meisten bei Regisseur/innen?
Unbedingte Teamfähigkeit! Und wenn er/sie durch intelligente, suchende Fragestellungen sein/ihr Ensemble immer wieder überraschen kann.

Ihr schönstes Theatererlebnis?
«Die Stunde Null» von Christoph Marthaler am Schauspielhaus Hamburg.

Wo und wann kamen Sie zum ersten Mal mit dem Theater in Kontakt?
Während meiner Schulzeit. Mein Vater war Musiklehrer, und in seinen Musiktheateraufführungen war ich oft als Musiker beteiligt.

Was wären Sie geworden, wenn nicht Musiker?
Als Jugendlicher stellte sich mir eher die Frage, ob ich klassische Musik studieren möchte, oder doch lieber Rockstar werde. Ich habe mich dann schweren Herzens für Ersteres entschieden. Im nächsten Leben würde ich aber gerne Koch werden, mit einem kleinen 30 Plätze Restaurant und einer geräumigen Kochinsel mitten im Gastraum.

Mit welchem Autor (lebend oder tot) hätten Sie am liebsten ein Candlelightdinner?
Alfred Adler.

Für welche/n Schauspieler/in schwärmten Sie in Ihrer Jugendzeit?
Als Kind für Lex Barker in der Rolle des Old Shatterhand. In der Jugendzeit dann für alle jugendlichen Helden, die versuchten die Welt zu verändern. Allen voran James Dean.

Welches ist Ihr liebster Ort im Kanton Zürich?
Zürich, Kreis 6.

Was geht Ihnen am meisten bei Ihren Mitmenschen auf die Nerven?
Unzuverlässigkeit

Welches Buch lesen Sie zurzeit?
Oliver Sacks - Der einarmige Pianist, E. Bruce Goldstein - Wahrnehmungspsychologie und Agatha Christie - Mord in Mesopotamien.

Welches ist Ihr Lieblingsfilm?
«Bienvenue chez les ch'tis».

Welches ist Ihre Lieblings-LP/CD?
Anton Bruckner's Symphonien mit den Münchner Philharmonikern unter Sergiu Celibidache.

In welcher Zeit hätten Sie gern gelebt?
Im Hier und Jetzt!

Was verabscheuen Sie am meisten?
Respektlosigkeit.

Welchen Traum würden Sie sich unbedingt noch erfüllen?
Eine Komposition für ein grosses Orchester schreiben.

Welches ist für Sie der schönste Moment des Tages?
Das gemeinsame Essen mit meiner Familie.

Auf welche Frage wollten Sie immer schon mal eine Antwort?
Wo ist eigentlich die Musik, nachdem sie gehört wurde?