Freilichttournee 2017: Jeremias Gotthelf «Die schwarze Spinne»

Vor vielen hundert Jahren lebt im Emmental der wüste Ritter Hans von Stoffeln. Der behandelt seine Bauern schlecht und zwingt sie nicht nur, ein Schloss für ihn zu bauen, sondern ihm danach auch noch innerhalb eines Monats einen Schattengang mit hundert ausgewachsenen Buchen zu pflanzen: Ein schier unmögliches Unterfangen. Gerade als die Bauern verzweifeln, erscheint ein Jägersmann, der ihnen einen unheimlichen Handel vorschlägt: Er schaffe die Buchen, wie gefordert, in Monatsfrist hoch zum Schloss. Als Lohn dafür wolle er nichts weiter als ein ungetauftes Kind. Im allgemeinen Grauen vor diesem gottlosen Angebot findet sich nur eine, die nicht erschrickt. Die mutige Christine lässt sich auf den Pakt mit dem Teufel – denn niemand anderes verbirgt sich im Jägerkostüm – ein. Ein Kuss auf ihre Wange besiegelt das Bündnis. Christine hofft, den Teufel überlisten zu können, wenn nur die Buchen erst einmal gepflanzt sind. Doch da hat sie sich verrechnet . . . Unser diesjähriges Freilichtstück hatte am 18. Mai in Zollikon Premiere und tourt in 37 Vorstellungen durch den ganzen Kanton.

«Die acht Darsteller bescherten den 220 Premierenbesuchern einen Theaterabend der Spitzenklasse. […] Die Schauspieler zogen die Zuschauer von der ersten bis zur letzten Sekunde in ihren Bann.» Zürichsee-Zeitung

«Das kleine, grossartig aufgelegte Team spielte sich frei in einem Well-made-Play. […] Dafür besteht der berechtigte Verdacht, dass eine Schwarze Spinne zum viralen Sommerhit wird.» NZZ

Es spielen: Katharina von Bock, Michael von Burg, Silke Geertz, Nikolaij Janocha, Stefan Lahr, Andreas Storm, Carolin Schär, Nils Torpus
Regie: Elias Perrig. Bühne: Beate Fassnacht. Kostüme: Inge Medert. Musik: Biber Gullatz.

Neuer Spielplan 17/18 jetzt online!

Die Stücke der Spielzeit 2017/2018 sind nun online. Wir machen sechs Neu-Produktionen: Eine burleske Operette, eine mitreissende Coming-of-Age Geschichte, ein berührendes Beziehungsdrama, ein märchenhaftes Ritterschauspiel, eine französische Komödie und ein lustig-liebestolles Freilichtstück. Intendant Rüdiger Burbach eröffnet die Spielzeit mit «Häuptling Abendwind», einer Operette von Johann Nepomuk Nestroy mit Musik von Jacques Offenbach. Damit setzen wir die Zusammenarbeit mit dem Opernhaus Zürich fort, die mit Mozarts «Schauspieldirektor» 2015 erfolgreich begonnen hat. Wie beim «Schauspieldirektor» wird der Autor Stephan Benson die Nestroysche Geschichte für unsere heutigen Bedürfnisse bearbeiten. Es geht weiter mit der Bühnenfassung eines der erfolgreichsten deutschsprachigen Romane der letzten 20 Jahre, Wolfgang Herrndorfs «Tschick». Der Autor erzählt die Geschichte einer Jungs-Freundschaft vor dem Hintergrund ihres Sommers des Erwachsenwerdens. Ein literarisch-theatrales Roadmovie: Berührend, komisch, schräg, mitreissend. Regie führt bei der Koproduktion mit dem Theater Winterthur die Zürcherin Johanna Böckli, die nach ihrem Debut mit «Der Goalie bin ig» zum zweiten Mal bei uns inszeniert. Von Menschen in der Lebensmitte handelt Lot Vekemans‘ preisgekröntes Drama «Gift. Eine Ehegeschichte.» Ein Ehepaar, das einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen musste, der schliesslich zur Trennung führte, sieht sich nach Jahren erstmals wieder. Während er eine neue Familie gegründet hat, trauert sie der verlorenen Vergangenheit nach und hofft scheinbar aussichtslos auf einen Neuanfang mit ihrem Ex. Felix Prader inszeniert das intensive Kammerspiel, das auch für kleinere Spielstätten geeignet ist. Heinrich von Kleists «Das Käthchen von Heilbronn» wird die Bündner Regisseurin Barbara-David Brüesch, die zuletzt «Endstation Sehnsucht» bei uns inszenierte, auf die Bühne bringen. Ein Ritterschauspiel um bedingungslose Liebe, politische Ranküne, packende Schlachten und magische Verzauberungen mit grossem Ensemble. Als vorletzte Produktion der Saison inszeniert Elina Finkel Eugène Labiches «Die Affäre Rue de Lourcine». Damit setzen wir unsere Auseinandersetzung mit französischen Komödien fort, die wir mit «Der Gott des Gemetzels», «Die Wahrheit», «Dinner für Spinner» und «Tartuffe» begonnen haben. Shakespeares «Ein Sommernachtstraum» planen wir als Freilichtstück. In einer Sommernacht werden zwei junge Liebespaare, zu den Spielbällen streitender höherer Wesen, die wiederum von linkischen Handwerkern, die ein Theaterstück zu Ehren ihres Herzogs proben müssen, gestört werden. Beste Voraussetzungen also für ein lustvolles Chaos, dass für die ganze Familie geeignet ist. Folgende Produktionen sind noch im Repertoire: «Der Goalie bin ig», «Max Frisch HOMO FABER», «Dinner für Spinner», «Don Carlos», «Der Revisor», «Malaga», «Homevideo»,  sowie die Freilichtproduktion «Die schwarze Spinne».

Zum Ensemble dazu stösst zum einen Joachim Aeschlimann, ein in Zürich geborener und aufgewachsener Absolvent der Zürcher Hochschule der Künste. Während seines Studiums, das er im Frühjahr 2017 mit dem Master abschliesst, war er u.a. am Theater der Künste Zürich und am Jungen Schauspielhaus zu sehen. Ausserdem hatte er eine Rolle in dem Schweizer Film «Amateur Teens». Zum anderen Julia Duda, 1991 in Walsrode geboren. Sie studierte von 2013 bis 2017 Schauspiel an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Während des Studiums Arbeiten am Studiotheater Hannover und am Deutschen Theater Göttingen. Am Nationaltheater Mannheim gastiert sie in «Vereinte Nationen» unter der Regie von Tim Egloff.

Ganz speziell und besonders herzlich möchten wir uns an dieser Stelle für die Treue unserer Hauptsponsorin, der Zürcher Kantonalbank (ZKB) bedanken. Ohne deren Engagement und Unterstützung wäre vieles nicht möglich am Theater Kanton Zürich!

Im Spielplan: «Homevideo» von Braren/Fischer

«Homevideo» beschäftigt sich mit dem brisanten Thema Cybermobbing. Basierend auf Jan Brarens Drehbuch zu dem preisgekrönten Film, hat Can Fischer eine Theaterfassung geschrieben. «Homevideo» markiert die erste Kooperation zwischen Theater Kanton Zürich und der Schauspielabteilung der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Die Erwachsenen-Rollen werden von den Ensemblemitgliedern Katharina von Bock und Stefan Lahr gespielt, die Jugendlichen im Stück spielen Studierende der Hochschule: Anna Hofmann, Katrija Lehmann, Annabelle Sersch; Silvio Kretschmer, Julian-Nico Tzschentke, David Werner. Regie führt Intendant Rüdiger Burbach, die Ausstattung macht Beate Fassnacht. Premiere von «Homevideo» war am 23. März. Hier noch ein Beitrag von Star-TV über die Produktion.

Technischer Leiter gesucht

Das Theater Kanton Zürich sucht per 1. Juni 2017 oder nach Vereinbarung einen Technischen Leiter (100%). Mehr dazu entnehmen Sie dem Anhang.

Trailer für jedes Stück

Wir produzieren Trailer für jedes Stück. Hier zum Beispiel: «Malaga» von Lukas Bärfuss, Regie: Tilo Nest und «Homevideo» von Jan Braren/Can Fischer, Regie: Rüdiger Burbach.  

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