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Pinguine können keinen Kuchen backen
von Ulrich Hub | Ins Schweizerdeutsche übertragen von Simon Froehling | Regie: Andreas Storm | Schweizer Erstaufführung
De äinti Pinguiin: Gseesch du, was ich gsee?
De anderi Pinguiin: (schnüfflet) Gseet us wien Quarkturte.
De äinti Pinguiin: (brüllt) Wèèr hät e Quarkturte pschtellt?
Für wèèr isch die Quarkturte?! Hät daa irgend öpper e Quarkturte pschtellt?
De anderi Pinguiin: Schrei nöd so ume.
De äinti Pinguiin: Wisoo?
De anderi Pinguiin: Susch säit na öpper «jaa».
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Vera Bommer, Brencis Udris | Foto: Judith Schlosser
Wie viele Notlügen verträgt die Wahrheit? Zwei Pinguine entdecken einen scheinbar herrenlosen Kuchen. Und sie haben einen Mordsappetit. Was tun? «Denkst du dasselbe, was ich denke?» fragt der eine Pinguin den anderen Pinguin. «Und wenn wir erwischt werden?» «Backen wir einfach einen neuen Kuchen.» «Pinguine können keinen Kuchen backen.» So herrlich und knochentrocken beginnt Ulrich Hubs Kinderstück über zwei Pinguine in einer Notlage. Denn natürlich können sie sich nicht bremsen und verspeisen den Kuchen bis auf die letzte Rosine. Kaum ist der Kuchen in den Pinguinmägen verschwunden, erscheint ein extrem kurzsichtiger Maulwurf und reklamiert den Kuchen für sich. Denn er habe heute Geburtstag und im Übrigen nicht die geringste Absicht, auch nur einen Krümel von seinem köstlichen Kuchen abzugeben. Den Verlust des Kuchens bemerkt er zunächst nicht und die Pinguine haben alle Mühe, ihn von dem nicht mehr vorhandenen Backwerk abzulenken. Als dann noch ein unangenehmes Huhn mit einem verrückt gewordenen Staubsauger auftaucht, ist das Chaos komplett. Ob sich die Pinguine aus diesem Schlamassel noch einmal befreien können? Ulrich Hub hat ein absurd-anarchisches Stück voller seltsamer Situationen und komischer Bilder über doch sehr ernste menschliche Schwächen geschrieben: Sich der Verlockung hinzugeben, Grenzen nicht wahrzunehmen, Verbote zu ignorieren und sich schliesslich nicht der Verantwortung stellen zu wollen. Das gilt nicht nur für Kinder ab 5 Jahren, sondern für alle leicht Verführbaren, die das Leben manchmal nicht ganz so ernst nehmen.
Andreas Storm machte seine Ausbildung zum Regisseur und Schauspieler an der Schauspiel Akademie Zürich. Er inszenierte u.a. «Lederfresse» von Helmut Krausser in Basel, Heiner Müllers «Bildbeschreibung» am Staatstheater Karlsruhe, «Alles Walzer» von Simon Froehling am Theaterhaus Gessnerallee in Zürich sowie «Vermisste» von Thea Dumsch am Theater Rigiblick Zürich. Ausserdem brachte er zwei Folgen der erfolgreichen Theaterserie «Absolut Züri» im Theater Neumarkt sowie im Kaufleuten Zürich auf die Bühne. Andreas Storm gehört ab der Spielzeit 2010/2011 zum Ensemble des Theater Kanton Zürich.
Regie: Andreas Storm | Bühne: Stefan Schwarzbach | Kostüme: Barbara Mens
Es spielen: Vera Bommer, André Frei, Cathrin Störmer, Brencis Udris
Für Kinder ab 5 Jahren
Premiere: 29. Januar 2011
Dauer: ca. 55 Minuten. Keine Pause


Info ab 13 Uhr: Telefon 052 232 87 18
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