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In der Nähe der grossen Stadt | Andreas Storm, Vera Bommer | Foto: Tanja Dorendorf

Der Richter und sein Henker

Krimiklassiker mit etwas Klamauk

Das Theater Kanton Zürich mit seinem neuen Leiter Rüdiger Burbach startet mit dem temporeich inszenierten Krimistück «Der Richter und sein Henker» von Friedrich Dürrenmatt in die neue Saison.

Ist Gerechtigkeit möglich? Kann man das perfekte Verbrechen begehen, das nie entdeckt wird? Oder allgemeiner gefragt: Gibt es Gerechtigkeit in der Welt? Vor 40 Jahren haben der junge Polizist Bärlach und der Ganove Gassmann über diese Frage eine Wette abgeschlossen, die ihr Leben bestimmen wird. Bärlach verfolgt über Jahre Gassmann, der ihm immer wieder den Beweis liefert, dass selbst Kapitalverbrechen oft nicht geahndet werden können. Nun sind beide alt, Bärlach hat nicht mehr lange zu leben, möchte aber die Wette noch gewinnen. Schliesslich schafft er es, Gassmann hinrichten zu lassen – nur nicht mit legalen Mitteln. Er macht seinen jungen Kollegen Tschanz zur Marionette, der seinen Willen ausführt. Fazit: Bärlach wird zum Richter und Tschanz zu seinem Henker.

Erstmals für die Bühne bearbeitet

Die Regisseurin Deborah Epstein hat Friedrich Dürrenmatts erfolgreichen Kriminalroman «Der Richter und sein Henker» für die Bühne bearbeitet. In 23 temporeich gestalteten Kurzszenen wird der Mordfall an Bärlachs Kollegen Schmied mit dem überraschenden Ende aufgeklärt. Auf der mit grauen Vorhängen ausstaffierten Bühne befinden sich einige wenige Möbelstücke, die je nach Verlauf und Bedarf herumgeschoben werden. Zwei- bis dreimal öffnet sich der Vorhang im Hintergrund und gibt den Blick auf ein grossflächig projiziertes Bild frei (Bühne und Kostüme: Florian Barth).