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In der Nähe der grossen Stadt | Andreas Storm, Vera Bommer | Foto: Tanja Dorendorf

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Grüezi wohl oder Salam aleikum

Von der Leseprobe bis zur Premiere

Das Theater ist ein grosses Wunderwerk der Feinmechanik. Jedes Rad greift hier präzis in ein anderes. Und geregelt wird das Werk von einer Unruh, die eine sehr menschliche ist: Regisseure, Schauspieler, Bühnenarbeiter, Dramaturgen, Ausstatter, Lichttechniker, viele andere Theatermenschen mehr haben hier ihren Anteil, dass alles funktioniert, auf der Bühne und hinter der Bühne. Schauen wir einmal in diesen Mechanismus hinein, wie Theater gemacht wird. «Grüezi Kabul», das Volksstück von Jörg Graser, wird im Augenblick im Theater für den Kanton Zürich an der Scheideggstrasse unter der Regie von Deborah Epstein geprobt. Diese Woche sind die Schauspielerinnen und Schauspieler zu einer ersten Leseprobe zusammengekommen. Premiere hat das Stück dann am 6. Oktober. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Wir gehen ihn mit dieser kleinen Serie ein Stück weit mit. (bu)
 
 
Von Stefan Busz
Jetzt isch Allah am Start. Das Theater Kanton Zürich beginnt mit den Proben für Jörg Grasers Volksstück «Grüezi Kabul». Der Text ist noch nicht einfach zu lesen. Und mancher stolpert hier schon über die Fundamentalischtin.
Die fortschreitende Islamisierung sieht aus wie ein Gebetsteppich, geplottet in echt. Es ist der erste Tag nach den Theaterferien, und alles im Theater Kanton Zürich ist noch ein bisschen 2-D. Auf dem Tisch liegen die Textbücher aus «Grüezi Kabul» von Jörg Graser, Mundartfassung von Deborah Epstein, «es Volksstück». Noch hat kein Schauspieler, keine Schauspielerin diese Version in der Hand gehabt. Die Vorstellung aber, was «Grüezi Kabul» sein kann, ist schon da. Eine Bombe.